Depressionen & Ich

Hab ich Depressionen?

Es reicht ein Augenblick um zu wissen, ob man in einer handfester Depression steckt oder nicht. Manchmal erfährt man dabei auch andere Dinge wie z.B. vergangene Ereignisse, bei denen man sich im Nachhinein über die falsche Entscheidung ärgert. So geht es mir (leider) Tag für Tag und das schlimme dabei ist, dass ich bis dato noch keinen Ausweg dafür gefunden habe.

Ich lebe damit und muss es wohl noch länger erleiden – Der ewige Kreislauf der Ärgernis und der Verzweifelung hat aber keine natürliche Herkunft. Er kam von außen und hat mich über 13 Jahre lang in der Mangel gehabt. Mobbing – Eine Sache, die ich heute mit großer Skepsis betrachte und auf das höchste verurteile. Ich wäre aber ein Heuchler, wenn ich nicht sage, dass ich nicht selbst manche Leute geärgert habe. Ich brauchte ein Ventil und hab den Kreislauf angenommen, der kein richtiges Ende hat – Nie hat es ein Ende und es wird auch kein Ende nehmen.

Einige sind einfach zu schwach für diesen Kreislauf und haben den Lebenswillen bzw. die Lebenslust verloren und verlieren sich dann in Suizidgedanken. Einige tun es und erlangen die fehlende Aufmerksamkeit, die vielleicht schon viel früher den Schaden begrenzen hätte können, aber der Tod ist leider nicht heilbar.

Ich bin (zum Glück) nicht gefährdet…

Ich bin zum Glück ziemlich willensstark und will lange leben. Trotz Depressionen und einsamen Tagen könnte ich nicht einmal im Traum daran denken mir das Leben zu nehmen. Ich habe sehr viel Respekt und Angst vor dem Tod – Ich habe schon einige Verwandte verloren und musste dann über die Sterblichkeit an sich nachdenken. Solche Dinge werfen mich immer wieder zurück in die Realität, aus der ich manchmal in meine eigene kleine Welt flüchte. Ich verliere mich immer darin und deshalb schaffe ich es auch öfter mal den Faden zu verlieren. Ich wechsel andauernd das Thema – genau wie jetzt gerade.

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Symbolbild Depression

Meine Willensstärke und mein Geist werden Tag für Tag auf die Probe gestellt. An einigen Tagen geht es mir blendend und ich denke nur über das hier und jetzt nach – An anderen Tagen geht es mir so, als ob alles Schlechte auf mich abgeladen wird.

Ich denke über alles und jenes nach und ich kann mich nicht einmal über Sachen freuen, die mir eigentlich Freude bereiten. Es gibt auch Tage, an denen mich der Liebeskummer erwischt und mein Herz anfängt „zu bluten“. Ein sehr unschönes Gefühl welches mich öfter zum Weinen bringt und dann noch Depressionen auslöst. Die Leere und das Gefühl allein zu sein sind für mich pures Gift.

In meinem Kopf werden Flausen eingesetzt über die ich dann rege nachdenke. Es sind Dinge wie z.B. „Du wurdest nie geliebt“ an denen ich mich dann ausweine und mich so in den Schlaf weine. Klingt traurig, aber man sieht nicht viel durch die Fassade, wenn man einen Menschen nur oberflächlich kennt.

Mein Fazit

Wenn ich heute an die letzten Tage der 10. Klasse zurückdenke, in denen mir gesagt wurde, dass das ganze Mobbing „doch nur Spaß gewesen sei“, wünschte ich mir eine Zeitmaschine und eine Dimensionsportalwaffe (Rick & Morty lassen grüßen) um den Spieß umzudrehen und mit der Person die ganze Farce, die ich durchmachen musste, mal von ihr aus anzusehen. Vernunft kann man Menschen leider nur einbläuen. Es ist aber leider nur schwer machbar.

Wacht endlich auf!

Mobbing ist immer noch an der Tagesordnung in Schulen und wenn ich etwas dagegen tun könnte, würde ich etwas dagegen machen.

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