Titelbild - Wenn Songs ein Leben prägen - Teil 1

Wenn Songs ein ganzes Leben prägen – Teil 1

Ich habe in den letzten Tagen weiter über meinen ersten Artikel und die Resonanz nachgedacht; habe dabei den Rückblick dafür geschrieben und dabei diverse Songs gehört. Ich höre meistens eine bestimmte Playlist, die sich Jahr für Jahr ändert und manchmal bin ich willkürlich, was meine Songauswahl angeht.

Manchmal hört man einige Lieder zu oft und andere Lieder kann man sich nicht oft genug anhören. Deshalb dachte ich, dass ich heute mal über meine Lieblingslieder und deren Bedeutung für mich rede.

Meine Songauswahl ist seit Jahren auf meinen Gefühlen gestützt und spiegeln daher meine Stimmung in der jeweiligen Zeit dar. Ich muss zugeben, dass das erst seit 2009 so ist und seidem habe ich das auch erst richtig wahrgenommen. Deshalb fange ich auch mit 2009 an! Da der Artikel ziemlich lang wird, splitte ich diesen Artikel auf und der zweite Teil erscheint dann eine Woche darauf.

2009 & 2010 – Ein Song zum durchhalten

In diesen zwei Jahren der Oberschule prägte mich quasi ein einziges Lied und das so sehr, dass ich es täglich, auf dem Weg zur Schule, gehört habe bzw. es hören musste um mich mental bereit zu fühlen. Ich sorgte immer dafür, dass mein iPod Shuffle immer aufgeladen war, aber im Notfall musste mein Handy dafür hinhalten. Es gab keinen Tag an dem ich das Lied nicht gehört habe. Es handelt sich um Wonderful Life von Hurts (2009).

In diesen Jahren war das Mobbing an einem Punkt angekommen, an dem ich einfach keine Lust hatte diese Qual durchmachen zu müssen. Ihr müsst euch mal vorstellen, was ich so erleben musste: Beleidigungen und Aufziehungen wegen meines Verhaltens (was kann ich dafür, dass ich ein ENFP bin) und die damit verbundenen Prügeleien, Sachbeschädigungen (kaputte Tasche, Zerstörung meiner Schulmaterialien etc.) uvm.

Ich konnte es einfach nicht mehr aushalten und hab schon an einen Schulwechsel gedacht, aber was hätte das geändert? Wer weiß, aber ich glaube es war irgendwie die richtige Entscheidung zu bleiben. Wonderful Life hat mir das Gefühl gegeben, dass ich das durchstehen kann und nur an mich glauben muss. Wenn ich heute das Lied höre, denke ich an die Zeit zurück in der so naiv war diesen Schwachsinn zu glauben. Heute verbinde ich das Lied mit Trauer, Leid und Schmerz, den ich erlitten habe. Es gibt Tage an denen ich das Lied in einer Endlosschleife höre und im Bett liege. Manchmal schreibe ich etwas über die damalige Zeit, aber das ist Material, welches ich niemals veröffentlichen könnte (und es auch niemals tun werde).

2011 – Viele Songs, gute Stimmung

Es war ein Jahr welches besser lief. Ich ging nun ans Oberstufenzentrum für Informations-und Medizintechnik und lernte damit neue Leute kennen. Ich hab mich auch mit einigen Leuten angefreundet und die Klasse war um Längen besser, als ich erwartet hatte. Das Jahr lief verhältnismäßig gut und damit hat sich meine Musikauswahl grundlegend geändert!

Lieder wie Danza Kuduro von Lucenzo feat. Don Omar, Party Rock Anthem von LMFAO, Moves Like Jagger von Maroon 5 und DJ Got Us Fallin‘ In Love von Usher ft. Pitbull (eine spätere Entdeckung) prägten mein gutes Jahr. Es war durchgehend eine gute Stimmung (u.a. wegen den Songs) und es kam nur zu einigen kleineren Vorfällen. Diese zogen mich natürlich ein wenig runter, aber insgesamt war 2011 gar nicht so schlecht!

2012 – Ein Song, der mir den Hass zeigte

Hier ging es wieder bergab. Genauer gesagt ging es erst nach den Sommerferien los, da unsere Klasse aufgelöst wurde und wir aufgeteilt wurden. Wir kamen dann mit der Irren-Klasse (so bezeichne ich sie heute) zusammen. Es gab wieder viele Beleidigungen, Handgreiflichkeiten und Auseinandersetzungen. Es war nicht mehr das was es einmal war und die Harmonie war weg. Sowohl in Person als auch in unserer Facebook-Gruppe ging es zu als gäbe es kein Ende.

Hier zeichnete Skyfall von Adele das ganze Jahr. Ich hörte es Tag für Tag und sah das OSZ als mein eigenes Skyfall an. Lustigerweise hat einer aus meiner Klasse damals eine App benutzt, in der man „Special Effects“ benutzen konnte und hat es so aussehen lassen, als ob das OSZ bombadiert wird. Das fand ich (und die anderen) echt witzig. Natürlich ist so etwas nicht witzig, aber in dem Kontext, dass die Schule einfach unsere Klasse gesplittet hat, war es einfach nur lustig.

Wenn ich heute Skyfall höre, singe ich es laut mit und werde ziemlich emotional. Es erinnert mich nicht nur an die gesammte Zeit am OSZ, sondern auch an die Oberschule.

2013 – Ein Song, der mich in ein Loch gestürzt hat

Während meines Praktikums, hatte ich eine Depression und mir ging es wirklich schlecht. Ich ließ natürlich nichts durchsickern, aber manchmal kam etwas durch. Während eines Einsatzes hatte ich eine kleine Pause und fiel in das, von mir bezeichnete, „schwarze Loch“ und war darin gefangen. Daraufhin hat sich schon abgezeichnet, welcher Song mich prägen wird.

Es war La La La von Naughty Boy ft. Sam Smith und bis heute singe ich es noch mit. Es beschrieb genau meine Situation und ich war froh, durch das Praktikum keinen meiner Klassenkameraden sehen zu müssen. Ich hab mich irgendwie von der Welt abgeschottet und fühlte mich verloren. Der Herzschmerz, den ich schon in Depressionen & Ich beschrieben hatte, war da und hat in mir Trauer und Selbstmitleid verursacht. Es war keine sonderlich gute Mischung. Ich kann behaupten, dass 2013 nicht schlimmer hätte sein können. Nach 2012 war es ein derber Schlag in meine Magengrube.

Fortsetzung folgt…

Wie ich schon gesagt habe, würde der Artikel alles und jenes übersteigen und die folgenden Jahre (2014, 2015, 2016 und 2017) werden noch ziemlich ausufernd. Deshalb gibt es Teil 2 erst am 27. August um das hier Zeit zum Verdauen zu geben. Außerdem gibt es wieder einen Rückblick auf jeweils beide Teile!

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Bis nächste Woche.

Peace out!

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